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Jul 23, 2013
Wolfgang Günther

Pure Entspannung

© Dr. Chirag Patel

Klassische Musik an sich ist eine ziemlich entspannende Angelegenheit, doch einer meiner Internetfreunde (ich hasse dieses Wort) hat etwas gefunden, was die entspannende Wirkung noch einmal durch das Dach treibt: Er hat mir erzählt, dass er sich hier beim Yoga angemeldet hat und jetzt zu Hause beim Musik hören immer ein paar Übungen macht. Er sagt, dass er seit dem viel ruhiger und weniger gestresst durch die Straßen Hamburgs zieht.

Und das obwohl das Großstadtleben ziemlich stressig sein kann – ich komme immerhin auch aus Berlin. Ich habe mir also mal ein paar Yogapositionen aus dem Internet gesucht und diese gleich mal bei ein wenig Bach ausprobiert – und es klappt. Bei diesen Übungen kann man sich gleich viel mehr auf die Musik konzentrieren und alle Ablenkungen verschwinden quasi aus dem Kopf -  nicht nur Nebengeräusche, sondern auch störende Gedanken.

Ich werde mich jedenfalls demnächst auch beim Yoga anmelden. Die Positionen aus dem Internet waren zwar zum Ausprobieren ganz okay, doch ich möchte auf jeden Fall das meiste aus meinen Yogaübungen rausholen. Das Leben ist anstrengend und stressig genug – Yoga und klassische Musik sind da für mich der perfekte Ausgleich.

Apr 20, 2013
Wolfgang Günther

Ausflug nach Dresden

© welldoneteam – Fotolia.com

Meine Frau und ich haben vor kurzem einen Ausflug nach Dresden gemacht. Ich bin früher schon einmal dort gewesen, aber das meiste hatte ich in der Tat vergessen. Natürlich waren wir dann auch in der, von Gottfried Semper konzipierten, Oper. Meine Frau hatte ihre beste Abendmode angezogen und dann sind wir ins Ballett gegangen. Es war wundervoll. Wir haben uns Coppélia angeschaut, eine Komödie. Im Grunde genommen geht es um E.T.A. Hoffmanns Erzählung “Der Sandmann”, allerdings ohne dessen schauerliche Momente.

So geht es in dem Stück um den Konflikt zwischen Mensch und Nicht-Mensch, um die Liebe zu einer Puppe und die damit verbundenen Irritationen. Die Inszenierung hat uns wirklich sehr gefallen, das Stück hatte eine angenehme Länge und auch die Tänzer und Tänzerinnen waren allesamt auf hohem Niveau.

Und auch von Dresden waren wir durchweg begeistert. Im Herbst letzten Jahres sind wir in Hamburg gewesen und haben dort die Elbe gesehen. In Dresden war es nun interessant zu sehen, wie schmal der gleiche Fluss an dieser Stelle ist und dass man ihn zu Fuß über eine Brücke überqueren kann.

Mrz 17, 2013
Wolfgang Günther

Die Wiener Schule

Arnold Schönberg by Man Ray [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Die Wiener Schule bezeichnet einen Komponistenkreis in Wien Anfang des 20.Jahrhunderts. Als Hauptvertreter wird Arnold Schönberg, der Entdecker der Zwölftontechnik, benannt, aber auch seine beiden Schüler Alban Berg und Anton Webern, darüber hinaus auch Hanns Eisler,  Komponist der Nationalhymne der DDR, und Theodor W. Adorno, hauptsächlich bekannt als Philosoph.

Die Wiener Schule zeichnet sich hauptsächlich durch Atonalität aus, zumindest für mich. Diese Dissonanzen empfinde ich nicht als schön, aber den revolutionären Charakter der Zwölftonmusik kann auch ich nicht leugnen.

Was die Zwölftonmusik von der zuvor festgelegten Notenfolge unterschied, war hauptsächlich die Annahme, dass alle Halbtonschritte ohn e Vorzeichen verwendet werden, also nicht dem Ton zuvor oder danach angepasst. Dadurch kommt es zu dem kakophonen Klang der Zwölftonmusik.

Im Gegensatz zu Schönberg, finde ich einige Kompositionen Alban Bergs noch annehmbar, so zum Beispiel sein letztes Werk, das Violinkonzert “Dem Andenken eines Engels”, welches der verstorbenen Manon Gropius, Tochter des Architekten Walter Gropius, gewidmet war.

Wie man in diesem ersten Satz hören kann, ist es relativ tonal für ein Stück der Zwölftonmusik, weswegen ich es wohl nicht ganz so schlecht finde. Aber ich denke, auch die Dinge, die man selber nciht unbedingt mag, müssen einmal besprochen werden.

Mrz 11, 2013
Wolfgang Günther

Der Frühling naht…

Was liegt also ferner, als sich heute dem Frühling ais Antonia Vivaldis “Die vier Jahreszeiten” zu widmen. Für alle jene, die es noch nicht kennen, stelle ich hier ein Video zur Verfügung.

Vivaldis Vier Jahreszeiten sind ja vielen Menschen zumindest vom Hörensagen bekannt. Bereits 1725 veröffentlicht, erfreut sich das Stück, seitdem großer Beliebtheit. Das Leitmotiv aus dem Frühling ist dabei den meisten Menschen gängig, denn es wirdoftmals in Filmen und Serien gespielt.

Der Frühling (im italienischen Original La Primavera) besteht aus drei Sätzen:

1. Allegro c E-Dur

2. Largo e pianissimo sempre 2/4 cis-Moll

3. Allegro 12/8 E-Dur

Vor allem die Violinen spielen eine prominente Rolle in diesem Stück, vor allem in den beiden ersten Sätzen, in denen der erste Satz die lebhafte Seite des Violinenspiels hervorhebt, der ruhigere zweite Satz hingegen die Violinen Vogelstimmen imitieren lässt, die sich im ersten Satz nicht finden. Der zweite Satz ist eine Hommage an die Schäferdichtung, welche im Barock ihre Hoch-Zeit hatte. Im dritten Satz greift Vivaldi zu eher ungewöhnlichen Dudelsackeffekten, die gebraucht werden, um einen ländlichen Tanz darzustellen.

Für mehr Informationen bietet sich die Seite myclassicworld.com an, die über viele Stücke in Tiefe berichtet, während ich nur mal einen schnellen Überblick geben möchte.